Wollten eigentlich den Bus um 11.25 Uhr nach Reykjavik nehmen, aber Lena kam morgens vorbei und meinte das sie und Per Ake heute auch nach Reykjavik fahren, und ob es in Ordnung wäre wenn wir mitführen und ich meinte, natürlich, wir können uns am Benzin beteiligen, aber sie wollte nichts davon wissen. Um 10 Uhr haben wir uns dann von Elli und Kjartan verabschiedet was echt schwer war. Küsschen und dicke Umarmung und mir kamen ein paar Tränen in die Augen als ich den Steg vom Boot zurück zum Haus hinauf lief. Dann haben wir uns von Vignir verabschiedet der uns für die gute Arbeit gedankt hat und uns etwas mehr Geld gegeben hat als ausgemacht, 20 000 Kronen an statt 15 000 Kronen, also ca. 30 Euro mehr für August, das war super. Also hatten wir nun schon 5400 Kronen für den Bus gespart und 5000 Kronen mehr bezahlt bekommen. Wir sind um 10.30 Uhr losgefahren. In Borganes, das auf dem Weg nach Reykjavik liegt, hat uns Per Ake dann noch auf eine Suppe eingeladen, die echt lecker war.
In Reykjavik angekommen, haben wir mit Per Ake und Lena dann noch ‚Harpa’ das neue Konzerthaus angesehen. Es wurde vor der Finanzkrise geplant und die Fassade ist vollständig aus Glasboxen gemacht, was etwas an einen Bienenstock erinnert. Die Decken sind mit Spiegelboxen verziert und das ganze Gebäude verwirrt einem die Perspektive, aber es war sehr interessant. Per Ake hat uns dann direkt zu unserem Hostel gefahren und wir haben uns verabschiedet. Das Hostel heißt ‚Our House’ und als wir eingetreten sind wussten wir auch warum. Es ist sehr gemütlich und erscheint einem mehr als wenn man bei Freunden zu Besuch ist als wenn man in einem Hostel schläft. Allerdings hatte Bedda unsere Pensionswirtin unsere Buchung nicht erhalten und das Haus war voll, genau wie der Rest der Stadt, da eine Konferenz in Reykjavik stattfand die 3000 Teilnehmer hatte. Da wir aber eine Buchungsbestätigung ausgedruckt hatten hat sie uns 2 Betten im Keller gegeben, und uns die Hälfte des Preises erlassen. Der Keller war nicht hoch genug das man darin stehen konnte und es gab ein Loch in der Decke durch das man in der Küche Plastikflaschen in einen Müllsack im Keller werfen konnte, außerdem war der Boden uneben und bestand teilweise aus Felsbrocken.
Wir waren wieder in der Stadt bummeln und haben uns zum Abendessen dann mit Arna getroffen, was echt nett war. Sie hat uns dann noch durch den Garten eines isländischen Künstlers geführt und dann machten wir uns auf um eine sehr unbequeme Nacht im Keller zu verbringen.
